Wunderschöne Ausflugsziele im Hinterland der Costa Blanca
Die Costa Blanca gehört zu den herrlichsten Küstenbereichen des spanischen Festlands. Aber das allein macht den Liebreiz der Region nicht aus! Nur wenige Kilometer vom Strand entfernt kannst Du Dich verzaubern lassen vom abwechslungsreichen Hinterland der Costa Blanca. 
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- 1. Der Kontrast: Küste vs. Binnenland
- 2. Die Route der Burgen (Vinalopó-Tal)
- 3. Naturwunder: Von Mandeltälern bis zu Stauseen
- 4. Die 5 schönsten Dörfer, die kaum ein Tourist kennt
- 5. Gastronomie: Das schmeckt nur hier (Essen & Wein)
- 6. Outdoor-Abenteuer: Wandern & Klettern 2026
- 7. Traditionelle Märkte & Handwerk
- 8. Beste Reisezeit & Klima-Check
- 9. Insider-Tipps: Erlebnisse abseits der Masse
- 10. Interaktive Infografik: Deine perfekte Route
- 11. FAQ: Alles, was du wissen musst
Hinterland der Costa Blanca: Entdecke das wahre Spanien fernab der Küste
Vergiss die Skyline von Benidorm für einen Moment. Nur 20 Minuten landeinwärts beginnt ein Spanien, das nach Rosmarin, Pinienharz und jahrhundertelanger Geschichte duftet. Das Hinterland der Provinz Alicante und der südlichen Vall de Albaida ist kein bloßes „Ausflugsziel“ – es ist das kulturelle Herz der Region. Als jemand, der die verwinkelten Gassen von Bocairent und die steilen Pfade der Sierra Aitana kennt, zeige ich dir hier, warum die wahre Seele der Costa Blanca in den Bergen liegt.

Der Kontrast: Warum das Binnenland die neue Exklusivität ist
Im Jahr 2026 suchen Reisende nicht mehr nur Sonne, sondern Sinnhaftigkeit. Während die Küstenorte im Sommer pulsieren (und oft überfüllt sind), bietet das Hinterland eine fast meditative Ruhe.
Hier findest du den „Slow Tourism“: Agrotourismus-Fincas, in denen das Olivenöl vom Baum nebenan kommt, und Wanderwege, auf denen du stundenlang keiner Menschenseele begegnest. Es ist der Luxus des Platzes und der Zeit.

Die Route der Burgen: Wo die Geschichte Stein wurde
Das Vinalopó-Tal ist die Region mit der höchsten Burgendichte Europas. Diese Festungen waren die Grenze zwischen dem christlichen Kastilien und dem maurischen Aragón.
- Castillo de la Atalaya (Villena): Ein architektonisches Biest mit doppelter Mauer und dem berühmten Schatzfund (Tesoro de Villena), der über 3.000 Jahre alt ist.
- Castillo de Sax: Sie klebt förmlich an einer vertikalen Felswand. Wer den Aufstieg wagt, wird mit einem 360-Grad-Blick über das Tal belohnt, der bei klarer Sicht fast bis zum Meer reicht.
- Biar & Onil: Diese Orte sind berühmt für ihre Festungen, aber auch für ihre Handwerkstradition (Spielzeug und Keramik). In Biar steht zudem eines der ältesten Aquädukte der Region.
Spektakuläre Natur: Mehr als nur vertrocknete Hügel
Viele denken bei „Hinterland“ an dürre Landschaften. Das Gegenteil ist der Fall, wenn man weiß, wo man suchen muss:
- Vall de Pop (Jalon-Tal): Zwischen Januar und März erlebst du hier die Mandelblüte. Es ist ein visuelles Spektakel in Weiß und Rosa, das dem japanischen Kirschblütenfest in nichts nachsteht.
- Guadalest & der smaragdgrüne Stausee: Das Dorf ist über einen Felstunnel zugänglich. Mein Tipp: Wandere einmal komplett um den Stausee (ca. 2,5 Stunden). Das Wasser ist so türkis, dass man kein Instagram-Filter braucht.
- Sierra Aitana: Mit 1.558 Metern der höchste Punkt der Provinz. Hier kannst du im Winter sogar Schnee sehen, während unten an der Küste die Leute im T-Shirt Eis essen.

Die 5 schönsten Dörfer für Entdecker
- Bocairent: Ein Labyrinth aus steilen Gassen. Besuche unbedingt die Covetes dels Moros – in die Felswand gehauene Fensterhöhlen, deren Ursprung bis heute Rätsel aufgibt.
- Castell de Castells: Der perfekte Ausgangspunkt für Wanderungen zu den „Arcos“ (natürliche Felsbögen).
- Polop de la Marina: Bekannt durch seine 221 Wasserquellen. Die Altstadt wirkt wie eine Filmkulisse.
- Tarbena: Hier spürst du noch den mallorquinischen Einfluss der Siedler aus dem 17. Jahrhundert – probiere die lokale Streichwurst Sobrasada.
- El Castell de Guadalest: Ja, touristisch, aber die Museen (Minimuseen!) und die Lage sind einzigartig.
Gastronomie: Wo der Geschmack zu Hause ist
Vergiss Paella (die gehört an den Strand). Im Hinterland regiert die „Cocina de Montaña“:
- Gatnau & Olleta: Schwere Eintöpfe mit Bohnen, Fleisch und Kräutern der Region.
- Pericana: Eine Delikatesse aus getrockneten Paprika, Kabeljau und bestem Olivenöl.
- Die Weine: In Pinoso und Monóvar wächst die Monastrell-Traube. Diese Weine sind schwer, dunkel und voller Sonne. Beuche doch einender hervorragenden Weintouren für ein High-End-Erlebnis in Sachen Weintourismus.
Outdoor-Paradies: Die besten Aktivitäten im Hinterland
Weg vom Strandtuch, rein in die Abenteuerschuhe. Das Hinterland der Costa Blanca ist ein Mekka für Aktivurlauber. Hier sind die konkreten Highlights und Insider-Routen für das Jahr 2026:
1.Wanderungen: Von sanften Tälern zu steilen Gipfeln
Der Klassiker: Sierra Aitana. Besteige den höchsten Punkt der Provinz Alicante (1.558 m). Die Route zum Gipfel bietet spektakuläre Ausblicke, die an klaren Tagen bis zur Insel Ibiza reichen.- Der Geheimtipp: Die „Route der Arcada“ (Castell de Castells). Diese Wanderung führt dich zu riesigen, natürlichen Felsbögen. Ein visuelles Highlight, das kaum ein Tourist kennt.
- Familienfreundlich: Stausee von Guadalest. Der Rundweg um den türkisfarbenen See ist flach, gut befestigt und bietet traumhafte Fotomotive des auf dem Felsen thronenden Dorfes.
2.Bergsteigen & Klettern: Vertikale Abenteuer
- Der wilde Westen: Puig Campana*. Dieser ikonische Berg bei Finestrat ist ein Magnet für erfahrene Kletterer. Seine steilen Südwände bieten Routen in verschiedenen Schwierigkeitsgraden.
- Der Grat-Wand-Klassiker: Sierra Bernia*. Nicht nur zum Wandern: Der Bernia-Grat bietet spannende Kletterpassagen und führt dich durch das berühmte „Forat“ – einen natürlichen Tunnel mitten durch den Berg.
3.Mountainbiking (MTB) & E-Bike Touren
- Flow-Trails und Kletter-Pässe. Das Hinterland ist durchzogen von alten Eselspfaden, die heute als Singletrails für Mountainbiker dienen. Besonders beliebt sind die Routen rund um das Vall de Laguar.
- Die legendären Pässe. Wenn du eher auf dem Rennrad zu Hause bist, sind Pässe wie der „Coll de Rates“ ein Muss. Sie sind regelmäßig Teil der „Vuelta a España“ und bieten knackige Anstiege und spektakuläre Abfahrten.
4.Wasser-Action: Rafting & Canyoning
- Wildwasser-Rafting auf dem Río Segura*. Ja, das gibt es! Etwas nördlicher, im Tal von Ricote, bietet der Segura im Frühjahr und nach Regenfällen im Herbst aufregende Rafting-Touren durch eine atemberaubende Schlucht.
- Canyoning in der „Estret de les Penyes“*. Diese Schlucht in der Nähe der Algar-Wasserfälle ist ein Hotspot für Canyoning. Hier seilst du dich durch Wasserfälle ab und springst in kristallklare Gumpen. Wichtig: Touren sollten nur mit einem lizenzierten Guide unternommen werden.
FAQ – Dein Experten-Wissen fürs Hinterland
- Ist das Hinterland im Sommer zu heiß?
Es ist eine trockene Hitze. Während es an der Küste schwül sein kann, weht in den Bergen oft ein frischer Wind. Dennoch: Aktivitäten in die Morgenstunden legen! - Sprechen die Leute dort Deutsch oder Englisch?
Weniger als an der Küste. Mit ein paar Brocken Spanisch und einem Lächeln kommst du aber weiter als mit jedem Wörterbuch. In den touristischen Hubs wie Guadalest ist Englisch kein Problem. - Gibt es dort gute Unterkünfte?
Ja! Such nach „Casa Rural“. Das sind liebevoll restaurierte Bauernhäuser oder Dorfvillas, die oft mehr Charme haben als jedes 5-Sterne-Hotel am Meer.


Der Klassiker: Sierra Aitana. Besteige den höchsten Punkt der Provinz Alicante (1.558 m). Die Route zum Gipfel bietet spektakuläre Ausblicke, die an klaren Tagen bis zur Insel Ibiza reichen.